Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Welthaus Vorarlberg
Hauptmenü:
  • Informationen
    • Über uns
    • Aktuelle Themen
    • Ziele
    • Tätigkeiten
  • Personen
  • Kontakt
Menü
  • Informationen
    • Über uns
    • Aktuelle Themen
    • Ziele
    • Tätigkeiten
  • Personen
  • Kontakt
Inhalt:
KKV / Fehle
  • Welthaus Vorarlberg (585)
  • Aktuelles

Neue Energie – für "neue" Gebäude

Woran halten wir fest – am Alten? Dabei hat Jesus immer wieder Neues gewagt, Zukunft eröffnet, wo sie niemand vermutet oder erwartet hätte. Wagen auch wir, Neues zu denken?

Von Jürgen Mathis

 

Die Propstei St. Gerold versucht gerade im Bereich Energie verantwortungsvoll, gerecht und ökologisch zu handeln – ganz im Sinne von Papst Franziskus und seiner Enzyklika Laudato si. Es geht um ein gutes Leben für alle Menschen und um einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung.

 

Energiekonzept St. Gerold

Sichtbar wird das im neuen Energiekonzept, das gut durchdacht Schritt für Schritt umgesetzt wird:

 

Die Kapelle

Hier wurde bereits vor etwa 15 Jahren versuchsweise eine Warmwasser-Wandheizung installiert. In das Gebäude aus dem 11. Jahrhundert wurden dafür Kupferleitungen eingezogen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Raum wird leicht erwärmt, die Lösung ist mit dem Denkmalschutz vereinbar und zugleich werden die historischen Wände vor Feuchtigkeit geschützt.

 

Die Propsteikirche

Die Propsteikirche ist im Winter einer der kältesten Räume in ganz St. Gerold – und zugleich jener Ort, an dem die Gemeindegottesdienste stattfinden. Die alte Bankheizung, eine Stromdirektheizung, wurde deshalb durch eine moderne Infrarotheizung ersetzt, die gemeinsam mit der Beleuchtung „unauffällig“ von der Decke hängt.

Mit einer deutlich besseren Energieeffizienz ist die Wärme nun genau dort spürbar, wo sie gebraucht wird: bei den Menschen. Gleichzeitig werden der Kirchenraum und seine wertvollen Einrichtungsgegenstände geschont. Die Leistung der neuen Anlage entspricht mit viermal 5,4 kW etwa jener der alten Heizung, die Betriebszeiten sind jedoch wesentlich kürzer – und damit auch der Stromverbrauch deutlich geringer.

 

Die zentrale Hackschnitzelheizung

Die Propstei St. Gerold versorgt mehrere Gebäude über ein Nahwärmesystem. Derzeit bestehen dafür ein großer Holzkessel sowie ein Ölkessel für Notfälle und die Warmwasserversorgung im Sommer.

Geplant ist nun eine moderne Hackschnitzelheizung mit drei kleineren Puffer-Elementen, die je nach Bedarf flexibel gesteuert werden können. Die Ölheizung soll künftig nur noch für absolute Notfälle genutzt werden.

Der Vorteil: Grundsätzlich wird kein Öl mehr benötigt! Die Energie stammt aus der Region und ist wesentlich umweltfreundlicher.

 

400 m² Photovoltaikanlage

Auf dem Dach des Wirtschaftsgebäudes befindet sich eine Photovoltaikanlage mit rund 400 m² Fläche. Sie produziert umweltfreundlichen Strom und ist über einen Vertrag mit der VKW ins Netz eingebunden. Neben einem wirtschaftlichen Ertrag ist vor allem wichtig, dass damit grüner Strom für die Allgemeinheit erzeugt wird.

Zusätzlich gibt es Überlegungen für Warmwasserkollektoren, die besonders in den Übergangszeiten und im Sommer ausreichend Warmwasser bereitstellen und dadurch die Holzheizung entlasten könnten.

 

 

 

 

Viele Vorteile

Die Frage der Energieversorgung ist nur ein Teil eines neuen Bewusstseins: Der Mensch versteht sich als Geschöpf Gottes, eingebettet in seine Schöpfung und verbunden mit allen Menschen. Es geht daher um mehr als ökologische Fragen – es geht ebenso um Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität.

 

Dazu gehören:

  • kürzere beziehungsweise wegfallende Transportwege für die benötigte Energie
  • der Verzicht auf umweltschädliche Öl- und Gasförderung
  • regionale Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen im Inland
  • größere Unabhängigkeit von ausländischen Zulieferern und unkontrollierbaren Preisschwankungen
  • weniger Unterstützung von Diktaturen, in denen Menschenrechte – besonders von Frauen und Kindern – schwer verletzt werden
  • ein Beitrag zur Verringerung globaler Konflikte und bewaffneter Auseinandersetzungen um Ressourcen
  • eine deutliche Reduktion des CO₂-Ausstoßes

 

Verantwortung für die Schöpfung beginnt ganz konkret hier bei uns. Ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit Energie ist mehr als eine technische oder wirtschaftliche Frage – er ist Ausdruck von Gerechtigkeit, Solidarität und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und den heute schon Benachteiligten. Denn christlicher Glaube bedeutet nicht nur, das Bestehende zu bewahren, sondern auch mutig Zukunft zu gestalten.

Veröffentlicht am 26.05.2026
Drucken Teilen

Inhalt teilen

Bitte wählen Sie, auf welche Weise Sie die Seite teilen möchten.

Neue Energie – für "neue" Gebäude

Woran halten wir fest – am Alten? Dabei hat Jesus immer wieder Neues gewagt, Zukunft eröffnet, wo sie niemand...
Mehr lesen

Krankes Wasser: Stimmen des Widerstands aus Bolivien

Im Rahmen des österreichweiten Bildungsprojekts „Begegnung mit Gästen“ waren von 25. April bis 02. Mai 2026 zwei...
Mehr lesen

Schöpfungs­verantwortung

Seit drei Jahren verfolgt die Diözese Feldkirch ihre Energiestrategie. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 möglichst alle...
Mehr lesen

Forumtheater "Das KuchenStück"

Wie geht es Ihnen, wenn sie an die Krisen unserer Zeit denken? Vielleicht wie vielen anderen Menschen auch, die am...
Mehr lesen
Du bist hier
  • Welthaus Vorarlberg (585)
  • Aktuelles

Welthaus Vorarlberg


Wir helfen Ihnen gerne weiter

Kontakt aufnehmen

Unser Büro

Bahnhofstraße 9

2. Stock, Caritas Auslandshilfe

6850 Dornbirn

 

Email: info@welthaus-vorarlberg.at

  • Impressum
  • Datenschutz
Anmelden