
Nur so kann eine funktionierende Gesellschaft wachsen. Wenn das Vertrauen da ist, dass ich von den Menschen rund um mich herum aufgefangen werde, wenn es mir nicht so gut geht.
Weil es eben nicht stimmt,
dass wenn jeder nur auf sich schaut,
auch jedem geholfen ist”.
Je näher die Welt zusammenrückte, desto mehr haben wir mitbekommen, dass in anderen Regionen unserer Welt sehr viele Menschen in Not waren. In Armut gelebt haben, unter unmenschlichten Bedingungen gearbeitet haben und aufgewachsen sind.
Daraus ist die Idee der Entwicklungshilfe entstanden. Deren Ziel es war, den Menschen in der damals so genannten 3. Welt bei ihrer Entwicklung zu helfen. Unter der Annahme, dass sie hinter unserer Entwicklung zurück geblieben sind und wir sie dabei unterstützen müssen, diese Entwicklung nachzuholen.
Die Entwicklungshelfer, männlich und weiblich, zogen aus in ferne Länder um den Menschen unsere Vorstellung von Entwicklung näher zu bringen. Es waren diese Entwicklungshelfer, die dann oftmals festgestellt haben, dass es ganz unterschiedliche Vorstellungen von einem “Guten Leben” und von “Entwicklung” gibt. Und dass Entwicklung nur geschieht, wenn Menschen zusammenarbeiten.
Daraus entstand in den 90er Jahren der bessere Begriff “Entwicklungszusammenarbeit”. Anstatt der Einbahnstraße von Wissen und Techniken und einem Machgefällt zwischen “Gebern” und “Empfängern” sollte das gemeinsame Bemühen in den Vordergrund gestellt werden. Gemeinsame Planung und ein Austausch von Wissen und Erfahrung wurden zumindest im Begriff verankert. Allein die “Entwicklung” blieb scheinbar das klare, gemeinsame Ziel dabei.
Die sieben Mitgliedsorganisationen des Welthaus Vorarlber setzen sich seit vielen Jahrzehnten damit auseinander. Wir haben die oben beschriebenen Veränderungen mitgemacht, selbst Fehler gemacht, viel gelernt und glauben, dass wir viel zur Frage beitragen können, wer sich entwickelt? wohin und warum?
Wir haben in einer Ausstellung, die als große Kugelbahn konzipiert ist, diesen Weg nachgezeichnet und freuen uns auf alle Interessierten. Wir stellen dabei auch unsere Arbeit vor, zeigen, was dahinter steht und wie wir uns entwickelt haben.
Im Mittelpunkt steht die Absicht, als Menschen auf dieser einen Welt gemeinsam Wege zu finden, gut leben zu können.
Wir freuen uns auf Euren Besuch.